Sie halten nichts von Social Media? Sie begegnen Facebook, Twitter und Co. eher mit Skepsis? Stellen Sie sich doch einmal die Frage, ob Sie beispielsweise über inhaltgeführtes Marketing effektiv mit Ihren Verbrauchern interagieren könnten. Und welche Kanäle eignen sich überhaupt für den eigenen Brand?

Fakten zur Social Media Nutzung

Nicht jeder Kanal eignet sich per se, um die eigene Marke, das Unternehmen und die eigenen Leistungen zu bewerben. Werfen wir zunächst einmal einen Blick auf die Fakten der wichtigsten Social-Media-Statistiken, die spezielle Aussagen über den tatsächlichen ROI (Return on Investment) von Unternehmen beleuchten1.

75% des Umsatzes stammen von 25% der Facebook-Fans

Ein Beispiel, wie es Unternehmen schaffen, ihre Social-Media-Beziehungen in echte Umsätze zu transferieren, zeigt die Studie „Facebook fans who interact with the brand page make for higher-paying consumers“2. Hier zeigt sich, dass die Facebook-Zielgruppe des Unternehmens – im konkreten Fall die Facebook-Fans eines großen Lebensmittelhändlers – mehr als 35% mehr kauften, als ein normaler Kunde. Dies zeigt, dass sogar vermeintlich „langweilige“ Produkte durchaus über Facebook ihren Absatz finden. Jedoch noch mehr: Auch zeigt die Studie, dass die interagierenden Fans bei mindestens zehn Einkäufen, um 95% mehr als ein durchschnittlicher Kunde erwarben. Demnach schaffte die Facebook-Seite des Unternehmens es, das Engagement der Kunden zu fördern und diese sogar vor Ort in die Läden zu locken. Fakt ist, dass über 75% der Erträge, die im Zeitraum der Vier-Jahres-Studie erwirtschaftet worden sind, von 25% der Facebook-Fans stammten.

54% der Twitter-Nutzer werden aktiv, nachdem Sie eine Markenerwähnung in einem Tweet gesehen haben

Auch wenn „Aktiv werden“ nicht gleichzusetzen ist mit „Etwas kaufen“, so zeigt die Studie unter 12000 Twitter Nutzern, den direkten Zusammenhang zwischen Engagement der Zielgruppe und der eigenen Markenkommunikation3. Anders als bei vielen anderen Marketing-Maßnahmen zeigt es, dass – auch wenn nur ein Bruchteil der User, die mit der Marke in Berührung kommen – sich der Return on Invest für die eigenen Social-Media-Aktivitäten durchaus messen lässt.

Instagram-Fotos hinterlassen starken Eindruck bei Ihren Followern

Die Statistik „The Next Steps for Ads on Instagram: New Formats, Increased Relevance, Broader Availability“4 zeigt deutlich, dass Instagram-Posts – auch als Werbung – starken Eindruck bei den erreichten Followern erzielen kann. So war bei über 475 globalen Kampagnen der AdRecall der gesponsorten Posts, um das 2,9 fache höher, als der mit dem Nielsen Brand Effect ermittelte Durchschnittswert für Onlinewerbung. Dabei ist das Wachstum der Instagram Plattform enorm: Das mittlerweile zu Facebook gehörende Unternehmen weist mittlerweile nach eigenen Angaben 400 Millionen User5 auf, davon immerhin schon über 9 Millionen in Deutschland6.

Schaffen Sie Markenloyalität in den sozialen Netzwerken

Um Anhänger und Botschafter Ihrer Marke zu generieren, reicht es nicht, einfach „nur“ Präsent zu sein. Vielmehr müssen Sie sich mit Ihrer Zielgruppe befassen, um damit neue und bestehende Kundenbeziehungen zu erreichen und zu vertiefen. Dabei können schon ein paar einfache Fragen als Checkliste gelten, um beurteilen zu können, ob Ihr Social-Media-Profil für Markenloyalität sorgt7.

  • Kommunizieren Sie auf allen Ihren Präsenzen gemäß Ihrer Markenidentität? Stellen Sie sich dabei die Frage: Woher weiß ein potentieller Kunde, dass es sich um den offiziellen Account Ihres Unternehmens handelt? Binden Sie an prominenten Stellen über alle Accounts hinweg Ihr Logo ein? Verwenden Sie durchgehend dieselben Farben? Passt die Sprache durchgängig zur festgelegten Tonalität?
  • Automatisieren oder Individualisieren? Bombardieren Sie Ihre Zielgruppe mit durchwegs im Voraus geplanten Posts und Bildern? Stellen Sie sich immer die Frage, ob Ihr Social-Media-Profil vielleicht zu sehr Ihr eigenes Unternehmen und Ihre Leistungen in den Vordergrund stellt und nicht Ihren Kunden, dem Sie Zeit widmen sollten.
  • Geben Sie Ihren Kunden einen Grund, Ihnen zu folgen: Neben dem Dialog, den Sie beispielsweise mit der Interaktion auf Ihrer Facebook-Seite schaffen können, sollten Sie nicht aus den Augen verlieren, dass auch durch gut gemachte Social-Media-Aktivitäten Ihr Produkt oder Leistung einen klaren Vorteil vor Mitbewerbern erhalten kann. Nutzern Sie dabei Video-, Foto- und Text-Formate, beispielsweise mit Hilfe von Infografiken oder Tutorial-Videos, um den klaren Mehrwert Ihrer Produkte und Leistungen zu präsentieren.
  • Macht jeder Social-Media-Kanal auch Sinn? Vermeiden Sie es, sich auf jedem Kanal anzumelden, nur um schlichtweg „dabei zu sein“. Der Hauptgrund für das Nutzen eines Social-Media-Auftritts sollte immer Ihr Publikum, Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse sein. Evaluieren Sie also regelmäßig Ihre Social-Media-Profile und stellen Sie sicher, dass jedes Profil mit Ihren Unternehmenszielen korrespondiert.

Quellenangaben und weitere Informationen:

  1. https://blog.hootsuite.com/de/ihr-chef-haelt-nichts-von-social-media-ueberzeugen-sie-skeptiker-aus-der-fuehrungsetage-mit-harten-fakten-2/
  2. http://www.adweek.com/socialtimes/study-engaged-facebook-fans-make-for-higher-paying-consumers
  3. https://blog.twitter.com/2014/study-exposure-to-brand-tweets-drives-consumers-to-take-action-both-on-and-off-twitter
  4. http://blog.business.instagram.com/post/120537653811/the-next-steps-for-ads-on-instagram-new-formats
  5. http://blog.instagram.com/post/129662501137/150922-400million
  6. http://allfacebook.de/instagram/offizielle-nutzerzahlen-instagram-mit-9-millionen-aktiven-nutzern-in-deutschland
  7. https://blog.hootsuite.com/de/markenloyalitaet-in-den-sozialen-medien-schaffen-nutzen-sie-diese-checkliste/