Viele Verlage fragen uns, welches Content-Management-Systeme sie für Ihr Haus einsetzen sollen. Welches, das am besten geeignete für sie ist. Diese Frage ist leider nicht immer so schnell und einfach zu beantworten. Oft folgt dann der Satz: „Kommt ganz darauf an!“, aber das ist bei der geringen Informationslage auch die richtige Antwort. Die Auswahl des CMS ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig.

Anforderungen müssen definiert werden!

Egal welche Systeme zukünftig in einem Verlag eingesetzt werden sollen, der erste Schritt ist immer zu definieren, welche Anforderungen das System erfüllen soll. So hat z. B. Typo3 eine umfangreiche Rechteverwaltung. Dies ist bei Verlagen sehr wichtig, die einzelne Artikel von verschiedenen Personen freigeben lassen wollen. Für einen kleinen Verlag bei dem der Redakteur einen Artikel schreibt und lediglich der Schlussredakteur nochmals darüber schauen muss, ist dies sicherlich zu viel des guten. Wir empfehlen daher sich vorher mit den Anforderungen und den internen Arbeitsprozessen auseinander zu setzen und dann mit der Agentur oder einem Entwickler zu sprechen, welches System am geeignetsten für den gewünschten Einsatzzweck ist. Laut unserer Erfahrung gehen viele Verlage leider den umgekehrten Weg. Sie fragen bei anderen nach, welche Systeme diese einsetzen und richtigen dann ihre Entscheidung danach aus. Nach der Einführung werden die Kunden dann kreativ und ihnen fallen viele Punkte ein, die in das System integriert werden müssen. So gehen die Kosten immer weiter in die Höhe und teilweise ist sogar ein Systemwechsel ratsam oder notwendig. D.h. man startet wieder von vorne.

Welche Erweiterungen stehen zur Verfügung?

Oftmals kommt auch das Argument, da gibt es doch eine kostenlose Erweiterung, die sogenannten Plug-Ins. Lassen sie uns doch einfach die verwenden. Auch hier liegt leider in den meisten Fällen ein Irrtum vor. Viele der Plug-Ins wurden logischerweise von einem Entwickler erstellt, um den Anforderungen die er vom Kunden oder selbst hatte, gerecht zu werden. Dies heißt aber noch lange nicht, dass es das richtige Plug-In für ihre Bedürfnisse ist. Wenn dies dann umgebaut werden muss ist es meist erheblich teurer, wie wenn es für den Verlag neu programmiert worden wäre. Die Agentur oder der Lösungspartner muss sich erst in den Quellcode des Plug-Ins einarbeiten. Der richtige Partner sollte deshalb nicht nur mit dem Kunden die genauen Anforderungen definieren, so dass im Nachhinein keine Überraschungen entstehen. Vielmehr sollte auch überprüft werden, ob es sinnvoll ist auf fertige Plug-Ins zurückzugreifen oder eine Neuprogrammierung durch zu führen. Unsere Empfehlung ist, hier den Partner zu wählen, der die meiste Erfahrung mit den Systemen hat.

Gerne möchten wir Ihnen zu dem Thema noch folgende Links empfehlen: